Kosten

Seit Anfang 2020 besitze ich die staatliche Behandlungserlaubnis als Kinder-und Jugendlichenpsychotherapeutin. Zudem verfüge ich über die sogenannte „Fachkunde in einem Richtlinienverfahren (Tiefenpsychologie)". Dass heißt, meine Ausbildung und Qualifikation ist mit den KV-niedergelassenen KollegInnen absolut identisch.

Das Problem ist aber: Es gibt nur eine geringe und nicht ausreichende Zahl an Kassenzulassungen in Leipzig. Ich besitze derzeit – wie viele andere KollegInnen – keinen Kassensitz und kann deshalb psychotherapeutische Behandlungen für Kinder und Jugendliche nicht direkt mit den meisten gesetzlichen Krankenkassen (außer Krankenkasse BKK – VBU) abrechnen.

Kostenübernahme für eine psychotherapeutische Behandlung

Die Kostenübernahme für eine psychotherapeutische Behandlung ist bei mir auf folgenden Wegen möglich:

  •  Kostenerstattung 
  •  Private Krankenversicherung und Beihilfe
  •  Selbstzahler

Kostenerstattung für eine psychotherapeutische Behandlung

Die Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenversicherungen ist möglich.
Die gesetzlichen Krankenkassen sind verpflichtet, die Kosten Ihrer psychotherapeutischen Behandlung auch in meiner Privatpraxis zu erstatten, wenn Ihre Krankenversicherung Ihnen innerhalb eines zumutbaren Zeitrahmens (3 Monate) keinen Therapieplatz bei einem Vertragsbehandler anbieten kann (allein das Verweisen auf Therapeutenlisten, Suchportale o. ä. reicht hier nicht!). In diesem Fall greift das Prinzip: Kostenerstattung bei „Systemversagen“ nach § 13 Abs. 3 SGB V.
Um eine Kostenübernahme durch Ihre gesetzliche Krankenversicherung für eine sogenannte „außervertragliche Psychotherapie“ zu erwirken, müssen Sie nachweisen, dass:

  •  eine psychotherapeutische Behandlung notwendig und unaufschiebbar ist
  • und Sie erfolglos versucht haben einen Therapieplatz innerhalb einer zumutbaren Wartezeit (bis 3 Monate) bei einem Kassenvertragstherapeuten zu bekommen (mindestens 5 Versuche).


Die Anzahl der kassenzugelassenen Vertragspsychotherapeuten in Leipzig ist begrenzt. Bei dem aktuellen Bedarf nach Psychotherapie entstehen daher zumeist lange Wartezeiten auf einen Therapieplatz. Obwohl damit die rechtlichen Voraussetzung für das Kostenerstattungsverfahren in sehr vielen Fällen erfüllt sind, verhalten sich manche Krankenkassen mehr oder weniger ablehnend. 

Ich berate und unterstütze Sie gerne zum konkreten Vorgehen und würde mit Ihnen im Vorfeld abwägen, bei welcher Kasse es wirklich Sinn macht, sich auf das Kostenerstattungsprozedere einzulassen! Mit der BKK – VBU habe ich einen Selektivvertrag, dort ist eine Behandlung problemlos möglich.

Informieren Sie sich auch hier zum Thema Kostenerstattungsverfahren:

Private Krankenversicherung und Beihilfe

Die Kosten für die psychotherapeutische Behandlung werden von den privaten Krankenversicherungen, Berufsgenossenschaften und Beihilfestellen in der Regel vollständig übernommen. In einem Telefongespräch mit Ihrer Krankenkasse erfahren Sie, ob ihr Tarif die Kostenerstattung für eine Psychotherapie vorsieht, wie viele Sitzungen erstattet werden und welche Formalitäten bei der Inanspruchnahme einer Psychotherapie beachtet werden müssen. Die Abrechnung einer Einzelsitzung „Tiefenpsychologie“ erfolgt nach Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP), die von privaten Kassen und Beihilfestellen anerkannt wird.
Selbstzahler

Auch als Selbstzahler ist es jederzeit möglich eine Psychotherapie in Anspruch zu nehmen. Hier werden die von Ihnen bei mir in Anspruch genommene Leistung nicht in Ihren Krankenkassen-Unterlagen dokumentiert. Eine vorherige Konsultation des Haus– oder Kinderarztes ist nicht notwendig. Mit Selbstzahlern schließe ich in der Regel einen Behandlungs- und Honorarvertrag auf Grundlage der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) ab.